Einbauort - Museum für Gegenwart

Invalidenstraße 50-51
Berlin-Tiergarten

 

Museum für Gegenwart

 

Problemlösung: Überwindung von zwei abgewinkelten Treppenläufen in der Verbindungsbrücke welche das Ausstellungsgebäude des Hamburger Bahnhofes mit der so genannten Rieckhalle verbindet, in der die Friedrich Christian Flick Collection ausgestellt wird.

Bei der Auftragsvergabe waren die wichtigsten Vergabekriterien - die absolute Einhaltung des Bauzeitenplanes, sowie die vollkommene Realisierung und Umsetzung aller Vorgaben des bekannten und für die Planung verantwortlichen Architekturbüro Kühn - Malvezzi aus Berlin.

Die planenden Architekten legten besonderes Augenmerk auf die Ausfertigung der beiden Liftanlagen. So sollte nicht nur die sichere und problemlose Überwindung der Treppen für die, die Ausstellung besuchenden Rollstuhlfahrer sichergestellt sein. Die beiden zu installierenden Anlagen sollten auch, was die Optik und das Design betrifft, unauffällig in das moderne Bauwerk integriert werden. Wobei für die Ausfertigung, Planung und Realisierung nur ein zeitlich sehr stark eingegrenzter Zeitraum von 9 Wochen zwischen Planung, Auftragsvergabe und Eröffnung der Ausstellung zur Verfügung stand.

Die Anforderungen an die Anlagen gingen dahin, dass alle Traversen, Befestigungen und Schalter an der Fahrbahn, welche auch als Handlauf dient, unsichtbar für die Besucher der Friedrich Christian Flick Collection angebracht werden sollten. Somit musste die Anlage in zwei Arbeitsgängen montiert werden. Im ersten Arbeitsgang wurden die Wandkonsolen und Kabelverbindungen, sowie die Unterputzstationen in dafür vorgesehene Einlässe in die Betonwand der Verbindungsbrücke, zwischen den beiden Ausstellungsgebäuden, angebracht. Direkt im Anschluss an die Montage wurden dann die montierten Konsolen eingeputzt, so dass nur noch die Aufnahmeführungen für die Fahrbahnmontage aus der Wand ragten. Im zweiten Arbeitsgang zwei Tage vor der Eröffnung mussten die Fahrbahnen und die LIftwagen montiert und in Betrieb genommen, sowie vom TÜV überprüft werden.

Zum Einsatz kamen zwei Anlagen des Typs CAMA Handi-Lift EA6, für welche sich der Auftraggeber, die Preußische Stiftung für Kulturbesitz, nach Sichtung der Ausschreibung entschieden hat.

 

Museum für Gegenwart

 

Bei der Realisierung der 1. Treppe wurde nachfolgende Fahrstrecke realisiert. Parkstellung gerade vor der Treppe, Überwindung der ersten Treppe mit 11 Steigungen, direkt danach eine Kurvenfahrt mit 144 Grad, anschließend 8 Meter Waagerechtfahrt mit Übergang zur zweiten Treppe mit 12 Steigungen und Halteposition über der Treppe. Der Fahrbahnverlauf an der 2. Treppe beginnt mit einer Haltestelle vor der Treppe, Überwindung der ersten Treppe mit 11 Steigungen, anschließender Waagerechtfahrt vor der Kurve mit 1 m Länge, anschließend eine Kurvenfahrt mit 111 Grad Radius und anschließender Waagerechtfahrt mit 0,5 m und daran anschließender Überwindung der zweiten Treppe mit 10 Steigungen und ebenfalls Haltestellung über der Treppe. Die gesamte Zeit zwischen Planung und Realisierung betrug 8 Wochen. Die Anlagen fördern je nach Besucherandrang ca. 20 Rollstuhlfahrer täglich. Die Rekordbenutzung an einem Sonntag wies eine Benutzerzahl von 28 Rollstuhlfahrern aus.

Ihre Vorteile

- Unkomplizierte Bedienung

- Problemlos wiedereinsetzbar - auch auf der anderen Treppenseite
- Mit Tragkraft bis 300 kg ohne Aufpreis lieferbar
- Innen und Außen einsetzbar
- Diverse Plattformgrößen als Standard lieferbar
- In der Regel keine umfangreichen bauseitigen Leistungen erforderlich
- Niedrige Folgekosten für Betrieb und Wartung
- Kein Drehstrom nötig
- Abschließbar - dadurch wird eine unbefugte Nutzung ausgeschlossen
- Schnelle und saubere Montage innerhalb weniger Stunden
- Bezuschussung durch Kostenträger möglich
- Durch Baukasten Systemfahrbahn kein Schweißen nötig